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Pädagogisches Konzept: Kinderkrippe Luftabon

„Gemeinsam bunt, individuell gestärkt: Die Kinderkrippe Luftabon vereint gelebte Inklusion und pädagogische Exzellenz zu einem einzigartigen Ort für die Kleinsten.“
1. Unsere Philosophie: Gemeinsam wachsen

In der Kinderkrippe Luftabon ist die Welt so bunt wie die Kinder, die sie mit Leben füllen. Wir verstehen Vielfalt nicht als Herausforderung, sondern als unser größtes Geschenk. Bei uns ist Inklusion und Diversität keine bloße Absicht – sie ist unsere gelebte Haltung. Jedes Kind bringt seine eigene Geschichte, sein eigenes Tempo und seine ganz persönlichen Stärken mit. Ob mit oder ohne Förderbedarf, ob unterschiedlicher Herkunft oder Familienkonstellation – bei uns steht das Individuum im Zentrum.

2. Gelebte Diversität und Mehrsprachigkeit

Sprache ist Identität. Wir schätzen die sprachliche Vielfalt unserer Familien als wertvolle Ressource und fördern den Spracherwerb spielerisch:

  • Willkommenskultur: Wir begrüßen Familien in ihren Herkunftssprachen (Welcome, Hoş geldiniz, Bienvenue, und vieles mehr)

  • Barrierefreie Kommunikation: Durch den Einsatz von Gebärden, Piktogrammen und Bildkarten ermöglichen wir Teilhabe für alle – unabhängig vom aktuellen Sprachstand.

  • Wertschätzung: Lieder, Reime und Rituale aus verschiedenen Ländern und Sprachen gehören fest zu unserem Alltag.

3. Die Krippe als Ort der Bildung und des sozialen Lernens

In der Kinderkrippe Luftabon verstehen wir unsere Einrichtung nicht nur als Betreuungsstätte, sondern als lebendigen Ort der Bildung und des sozialen Lernens. Bildung beginnt bei uns mit dem Neugierigsein und dem Entdecken der eigenen Identität in einer Gemeinschaft. Ein zentraler Pfeiler unserer pädagogischen Arbeit ist dabei das bewusste Erfahren und Gestalten von zwischenmenschlichen Beziehungen.

Besonderen Stellenwert messen wir dem Umgang mit Grenzen bei:

 

  • Grenzen setzen: Wir unterstützen Kinder dabei, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und zu kommunizieren. Durch die „Stopp-Hand“ („Stopp lass das! Ich möchte das nicht“) sollen sie lernen, „Stopp“ oder „Nein“ zu sagen. Wir betrachten dies als wesentlichen Schritt zur Selbstbehauptung und zum Schutz der eigenen Integrität.

  • Grenzen akzeptieren: Ebenso wichtig ist das Erlernen von Empathie und Respekt. Wir begleiten die Kinder darin, die Grenzen anderer zu erkennen und zu achten. Dieser wechselseitige Prozess bildet das Fundament für ein friedliches, inklusives Miteinander.

Praxisbeispiel: In der Bauecke moderieren wir aktiv: „Schau, Paul hält die Stopp-Hand. Er möchte gerade alleine bauen.“ So lernen Kinder schon früh, soziale Räume respektvoll auszuhandeln.

Durch diesen klaren Rahmen bieten wir den Kindern einen sicheren Schutzraum, in dem sie soziale Kompetenzen erwerben, Konflikte konstruktiv lösen lernen und so zu selbstbewussten Mitgliedern unserer vielfältigen Gesellschaft heranwachsen.

4. Förderung der Selbstständigkeit durch die Umgebung

Ein zentrales Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist es, die Kinder auf ihrem Weg zu einer eigenständigen Persönlichkeit zu begleiten. Nach dem Leitsatz „Hilf mir, es selbst zu tun“ gestalten wir unsere Räumlichkeiten so, dass sie die natürliche Neugier und den Drang zur Selbstständigkeit unterstützen.

Orientierung durch Visualisierung

  • Orientierung: Fotos und Symbole markieren den festen Platz für Trinkflaschen, Hausschuhe oder Eigentumsfächer. So erkennt jedes Kind sofort: „Das gehört zu mir.“

  • Eindeutige Zuordnung: Jedes Kind besitzt ein eigenes Symbol oder ein Foto, das seinen Platz markiert. Ob an der Garderobe, beim Fach für die Windeln oder am Platz für die Trinkflasche – das Kind erkennt sofort: „Das gehört zu mir.“

  • Freie Zugänglichkeit: Materialien, Spielsachen und Alltagsgegenstände (wie die eigene Trinkflasche) sind auf Augenhöhe der Kinder platziert und frei zugänglich. Dies ermöglicht es den Kindern, ihre Bedürfnisse eigenständig zu stillen, ohne ständig auf die Hilfe von Erwachsenen angewiesen zu sein.

  • Struktur und Ordnung: Markierungen an Regalen (z. B. Fotos von Bausteinen am entsprechenden Fach) helfen den Kindern, Ordnungssysteme zu verstehen und beim Aufräumen aktiv und kompetent mitzuwirken.

 

Erfolgserlebnisse schaffen

  • Durch diese „vorbereitete Umgebung“ reduzieren wir Frustrationsmomente und fördern das Selbstwirksamkeitsgefühl. Wenn ein Kind lernt, die eigene Flasche zu finden oder die eigenen Windeln aus dem passenden Fach zu holen, wächst nicht nur die Kompetenz, sondern auch das Selbstvertrauen.

5. Partizipation in Hygiene und Pflege

Körperpflege ist bei uns ein beziehungsvoller Bildungsaspekt und kein bloßer funktionaler Vorgang:

  • Beziehungsvolles Wickeln: Wir erklären jeden Schritt und beziehen das Kind aktiv mit ein (z. B. Windel selbst holen).

  • Hygiene als Lernerlebnis: Waschbecken auf Kinderhöhe und visuelle Abläufe ermöglichen es den Kindern, das Händewaschen als positive, selbstständige Routine zu erleben.

Unser Ziel: Kinder, die ihren Körper als wertvoll erleben und die notwendigen Handgriffe der täglichen Hygiene mit Freude und Selbstvertrauen erlernen.

6. Starkes Netzwerk: Kooperation mit Uni & ÖH

Die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie steht bei uns im Fokus. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Familienservice der Universität Innsbruck und der ÖH Innsbruck schaffen wir ein verlässliches Sicherheitsnetz:

  • Flexibilität: Betreuungsangebote sind auf die Anforderungen des Universitätsbetriebs zugeschnitten.

  • Finanzielle Sicherheit: Das Sozialreferat der ÖH bietet gezielte Beratung zu Förderungen (z. B. Kinderbetreuungsfonds).

  • Kurze Wege: Ein unbürokratischer Austausch zwischen Universität und Krippe sichert schnelle Lösungen für Eltern.

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